Stuttgarter OB-Wahl Rennen ums Rathaus

Am 8. November wählen die Stuttgarter einen neuen Oberbürgermeister. In unserer Bildergalerie stellen wir dir die aussichtsreichsten Kandidaten vor.

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn von den Grünen hört auf – wer wird sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin? 14 Namen stehen auf dem Wahlzettel, seit einigen Wochen kannst du sie auf den Wahlplakaten in Stuttgart entdecken. Gewählt wird per Briefwahl oder am 8. November im Wahllokal. Das Rennen ist noch vollkommen offen. In aktuellen Umfragen liegen fünf Kandidaten dicht beieinander. Es wird wohl keiner mehr als die Hälfte der Stimmen bekommen. Daher wird es sehr sicher eine Stichwahl am 29. November geben.

Chef der Stadt Stuttgarts Oberbürgermeister (abgekürzt OB) wird für acht Jahre gewählt. Sein Büro befindet sich im Stuttgarter Rathaus am Marktplatz. Eine wichtige Aufgabe ist es, den Gemeinderat der Stadt zu leiten. Dort beraten und entscheiden die gewählten Mitglieder zum Beispiel, ob neue Spielplätze gebaut werden. Da der OB auch der Chef der Stadtverwaltung ist, kümmert er sich darum, dass solche Entscheidungen dann auch umgesetzt werden. Außerdem vertritt der Oberbürgermeister die Stadt nach außen. Er empfängt zum Beispiel wichtigen Besuch oder nimmt an großen Veranstaltungen teil.

Stuttgarts Baustellen Worum muss sich der zukünftige Bürgermeister kümmern? Ein wichtiges Thema ist der Verkehr: Soll Stuttgart eine Autostadt bleiben? Oder sollen mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Brauchen Fußgänger und Radfahrer mehr Platz? Es gibt zu wenig Wohnraum. Und wenn etwas sehr begehrt ist und es davon zu wenig gibt, dann wird das oft teuer. Das trifft auf die Mieten in Stuttgart zu. Auch für Schulen und Kitas ist die Stadt zuständig. Es fehlen Erzieher, und daher gibt es zu wenig Kitaplätze. Viele Schulen benötigen neue Toiletten, Fenster, Heizungen – und natürlich technische Ausstattung wie Laptops oder Tablets. Das Coronavirus hat das Thema Klimaschutz etwas verdrängt. Doch der neue OB könnte in diesem Bereich einen Schwerpunkt setzen, um – auch durch teure Maßnahmen – für weniger klimaschädliche Gase zu sorgen.