Riccardo Simonetti „Ich möchte einen Hund“

Im Film „Der Gestiefelte Kater 2: Der letzte Wunsch“ ist die Stimme von Internet-Star Riccardo Simonetti zu hören. Er leiht dem Hund Perro, der sich als Katze ausgibt, seine Stimme. Unseren Reporterinnen Johanna (7) und Klara (10) hat er verraten, warum er gerne in einem Horrorfilm mitspielen würde.

Johanna: Was verbindet dich und Perro?
Riccardo: Perro und ich haben viele Gemeinsamkeiten. Wir wollen beide Gutes in der Welt auslösen und haben viel durchgemacht. Er hat nie aufgehört, nett zu anderen zu sein, obwohl er viel Schlimmes erlebt hat. Perro ist ein Hund, der in der Gesellschaft nie seinen Platz gefunden hat. Im Laufe des Films wird er endlich zu der Person, die er immer sein wollte.

Klara: Welche ist deine Lieblingsszene?
Riccardo: Perro, der gestiefelte Kater und Kitty Samtpfote müssen eine magische Karte aufschlagen, die sieht bei jedem anders aus. Bei allen ist der Weg schwierig und gruselig, nur bei Perro ist alles voller Blumen und Zuckerguss und voll rosa.

Johanna: Musstest du für die Rolle deine Stimme verstellen?
Riccardo: Nicht wirklich, aber meine Stimme ist nicht immer so aufgedreht und fröhlich. Im echten Leben ist man auch mal traurig oder müde, da hört sich die Stimme ein bisschen anders an. Perro hört sich an wie ich, wenn ich einen richtig, richtig guten Tag habe.

Johanna: Ist die Arbeit als Synchronsprecher anstrengend?
Riccardo: Schon, ehrlich gesagt. Ich muss  mich dabei extrem konzentrieren und auf die Zeit achten. Ich stehe in einem Raum, sehe eine Szene und muss genau dann lossprechen, wenn mein Signal kommt. Und ich muss genau so lange sprechen, wie der Hund spricht. In den seltensten Fällen sagt man seinen Satz nur einmal, sondern muss das immer wieder machen, bis alles perfekt ist.

Klara: Darfst du essen, wenn du Pausen hast?
Riccardo: (lacht) Ich darf da essen und trinken, aber ich finde es nicht so hilfreich. Zum Beispiel wenn man Wasser mit Kohlensäure trinkt, ist man damit beschäftigt, das Aufstoßen zu unterdrücken. Und wenn man gerade etwas gegessen hat, knurrt vielleicht der Magen oder macht irgendein komisches Geräusch. Bei der Aufnahme hört man das total, weil das Mikrofon alles aufzeichnet. Das würde man dann auch später im Film hören.

Klara: Welche Filme schaust du gerne?
Riccardo: Mein Lieblingsfilm ist „Titanic“, den kennt ihr wahrscheinlich nicht. Ansonsten schaue ich gerne Gruselfilme, aber die sind auch nichts für Kinder. Ich würde gerne mal in einem Horrorfilm mitspielen, damit ich mal sehe, welche Tricks die benutzen. Dann habe ich vielleicht weniger Angst beim Schauen.

Klara: Magst du lieber Katzen oder Hunde?
Riccardo: Ich mag alle Tiere gerne, aber ich glaube, mit Hunden verstehe ich mich besser. Hunde sind irgendwie zutraulicher, die wollen sich oft streicheln lassen. Ich bin auch mit einem Hund aufgewachsen. Katzen sind manchmal launisch, und sie entscheiden, wenn sie gestreichelt werden wollen und wann nicht.

Johanna: Also unser Kater lässt sich immer streicheln, wenn er ruhig da liegt.
Riccardo: Und der lässt alles mit sich machen? Das ist ja süß!

Johanna: Hast du ein Haustier?
Riccardo: Nee, leider nicht. Ich hätte so gerne einen Hund! Aber ich habe so wenig Zeit, dann wäre der Hund immer alleine. Das wäre doof für ihn.

Klara: Der Film kommt kurz vor Weihnachten raus. Was machst du an Weihnachten?
Riccardo: Ich bin an Weihnachten in Bayern, dort kommt meine Familie her. Wir feiern ganz traditionell bei uns zu Hause, und darauf freue ich mich total. Jetzt habe ich mal eine Frage an euch: Was wünscht ihr euch zu Weihnachten?
Johanna: Lego und Bücher!
Klara: Wir bauen und lesen beide voll gerne.
Riccardo: Lego und Bücher finde ich cool. Ich schreibe  Bücher, und deswegen finde ich das schön, wenn ich sehe, dass Menschen gerne lesen.


Riccardo Simonetti Der 29-Jährige ist ein großer Modefan. Seine Karriere begann mit einem Blog – im Internet hat er über persönliche Erfahrungen, aber auch über Kleidung und Schminke geschrieben. Schon mit vier Jahren hatte er das erste Mal regelmäßig Schauspielunterricht, außerdem war er schon als Jugendlicher als Reporter unterwegs. Mittlerweile ist er in vielen Sendungen als Gast, Moderator und Schauspieler zu sehen. Er hat auch drei Bücher geschrieben, etwa das Bilderbuch „Raffi und sein pinkes Tutu“.