Margit Auer "Ich wollte so sein wie Ida, war aber eher so schüchtern wie Anna-Lena"

„Die Schule der magischen Tiere“ kommt ins Kino – allerdings erst in rund einem Jahr. Unsere Kinderreporterin Luisa (9 Jahre) durfte die Autorin Margit Auer (52) hinter den Kulissen des Drehs befragen.

Luisa: Ihre Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ wird erstmals verfilmt. Was darf in dem Film nicht fehlen?

Margit Auer: Mir ist wichtig, dass die magische Welt, wie ich sie erfunden habe, bleibt. Und dass sich die Kinder, die sich den Film anschauen,  vorstellen können, sie würden selbst in diese Schule gehen. Die Verfilmung ist stark an meinen ersten Band angelehnt, aber sie ist nicht ganz genau so wie im Buch.

Luisa: Wenn Sie selbst ein magisches Tier aussuchen dürften, welches wäre das?

Margit Auer: Am liebsten wäre mir Eugenia, die Fledermaus mit dem Sprachfehler. Aber die gehört ja schon Eddie. Also würde ich mir vielleicht einen Esel aussuchen. Esel finde ich richtig toll. Ich habe grad viel im Kopf, und viele Leute wollen etwas von mir. Da hätte ich gern einen sturen Esel an meiner Seite. Ich stelle mir  vor, dass er mich anstupst und mir zuflüstert: „Mach’s einfach nicht.“

Luisa: Und welches Kind wären Sie gern?

Margit Auer: Ich glaube, fast alle Mädchen wollen so klug sein wie Ida, und fast alle Jungs wollen so sportlich und cool sein wie Jo. In Wirklichkeit sind die meisten eher so schüchtern wie Anna-Lena oder Benni. Ich war auch eher wie Anna-Lena. Im Klassenzimmer saß ich meistens hinten und habe nicht immer ganz das Richtige gesagt.

Luisa: Warum schreiben Sie Kinderbücher?

Margit Auer: Weil ich gemerkt habe, dass ich das total gut kann, vor allem für Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren. Diese Sprache beherrsche ich am besten. Ich habe angefangen, als meine drei Söhne etwa so alt waren, und habe mir dann schon Gedanken gemacht: Fällt dir auch noch was ein, wenn die älter werden? Und siehe da: Es geht immer noch gut. Es wird noch viele weitere Bücher geben, wahrscheinlich im kommenden Winter Band 11.

Luisa: Wie hat die Erfolgsgeschichte der Schule der magischen Tiere eigentlich angefangen?

Margit Auer: An Silvester 2010 habe ich das erste Buch erstmals vor fünf Kindern und fünf Erwachsenen aus unserem Freundeskreis vorgelesen. Das kam ziemlich gut an. Genau zehn Jahre später sind daraus 14 Bestseller geworden und eine Kinoverfilmung. Und was soll ich sagen: Ich sprudle immer noch vor Ideen.