Landwirtschaft Bauern protestieren

Tanja Volz

Möglicherweise bist du am vergangenen Montag nicht in die Schule gekommen, und deine Eltern mussten von daheim aus arbeiten? Dann ging es dir wie vielen anderen Menschen in Deutschland, denn Tausende Landwirte und Landwirtinnen haben mit ihren Traktoren sehr viele Straßen blockiert.

Sie haben sich an Autobahnauffahrten gestellt und den Verkehr in den Städten gestoppt. Es gab endlos lange Staus, und es konnten oft keine Busse mehr fahren. Die Bauern haben damit gegen die Pläne der Politikerinnen und Politiker demonstriert. Denn die Landwirte sollen in Zukunft weniger Geld vom Staat bekommen. Bisher können sie beispielsweise den Treibstoff Diesel für ihre Maschinen und Traktoren sehr viel günstiger tanken als Privatleute für ihr Auto. Zudem müssen sie für die landwirtschaftliche Fahrzeuge keine Steuern an den Staat bezahlen. Diese Hilfen nennt man Subventionen.

Die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz, also die sogenannte Ampelkoalition, möchte diese Vorteile abschaffen. Die Politiker müssen sparen. Inzwischen sollen die Sparpläne die Bauern zwar nicht mehr ganz so heftig treffen, doch sie sind dennoch wütend und machen ihrem Unmut durch die Proteste Luft. Sie fürchten, wenn sie etwa viel mehr Geld für den Sprit und ihre Fahrzeuge bezahlen müssen, können sie ihren Betrieb nicht mehr sinnvoll betreiben. Die Proteste sollen weitergehen. Für den 15. Januar ist eine Großdemonstration in Berlin geplant.

Oft harte Arbeit

Manche Bauern, die viele Tiere und große Felder haben, können gut leben wegen der großen Menge an Nahrungsmitteln, die sie zum Verkauf anbieten können. Doch es gibt auch sehr viele Landwirte mit kleinen Betrieben. Sie verdienen nicht genug Geld und müssen oft noch einem anderen Beruf nachgehen. Diese treffen die Sparmaßnahmen hart. Zudem ist der Job recht anstrengend: Wenn Tiere auf dem Hof leben, beginnt die Arbeit früh am Morgen. Und die Bauern müssen sich auch am Wochenende und das ganze Jahr um ihre Tiere kümmern.