Kindchenschema Die Minions sind sooo süß!

Tanja Volz

Die Minions sind niedliche Kerlchen mit großen Kulleraugen, die unbeholfen jedes Abenteuer irgendwie meistern. Sie entsprechen voll dem Kindchenschema. Was ist das denn eigentlich?

Die Minions sind zurück im Kino. In ihrem neuen Kinofilm „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ (Start: 30. Juni) richten die kleinen gelben Kerlchen wieder einmal ziemlich viel Chaos an. Doch was auch immer sie anstellen, die meisten Kinder und auch viele Erwachsene finden sie einfach nur süß. Aber warum brechen alle bei diesen komischen, eierförmigen, gelben Dingern in Begeisterungsrufe aus? Weil sie große Kulleraugen, kurze Ärmchen und Beine haben und ganz tapsig unterwegs sind. Sie entsprechen somit voll dem Kindchenschema, und das weckt in uns Menschen einen Beschützerinstinkt, ob wir das nun wollen oder nicht!

Typisch Baby!

Den Namen Kindchenschema hat der Verhaltensforscher Konrad Lorenz 1943 eingeführt. Dahinter verbergen sich ein großer Kopf, runde Kulleraugen, Stupsnase und eine hohe Stirn. Nicht fehlen dürfen die Pausbäckchen. Und dieses süße Gesicht sitzt auf einem dazu vergleichsweise kleinen Körper. Dieses Aussehen sagt: „Sorge für mich, ich bin ein hilfloses Wesen“, und darauf reagiert der Mensch! Man kann nicht anders, als sich um das kleine, hilflos anmutende Geschöpf zu kümmern und ihm damit das Überleben zu sichern. Im menschlichen Gehirn werden dabei viele Botenstoffe frei, die glücklich machen. Und vor allem im Tierreich ist somit gesichert, dass sich die Eltern um ihre Jungen kümmern, sie beschützen und großziehen.