Wichtiges Gericht
Etwas mehr als 120 Länder erkennen den internationalen Strafgerichtshof an. In diesen Ländern könnte Putin wegen des Haftbefehls nun festgenommen werden. Von den Großmächten USA, China und Russland wird der Internationale Strafgerichtshof aber nicht anerkannt. Putin könnte für seine Kriegsverbrechen an der ukrainischen Bevölkerung nur dann verurteilt werden, wenn er in Den Haag persönlich erscheint. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Russland ihn dort gegen seinen Willen hinbringen lässt.
Weniger Verbündete
Auch wenn der Haftbefehl gegen Wladimir Putin zunächst kaum Auswirkungen haben wird, könnten sich mit Russland verbündete Länder abwenden. Zu den Verbündeten gehören Länder wie Indien, Brasilien und Südafrika. Sie haben nie deutlich gegen Russland gehandelt, sind aber auch nicht in so einer engen Beziehung mit Russland wie China.
China bleibt an Russlands Seite
Der gerade erst wiedergewählte chinesische Präsident Xi Jinping ist in dieser Woche in Moskau zu einem dreitägigen Staatsbesuch erschienen. Putin und Xi haben sich über die Jahre schon etwa 40-mal getroffen. Putin sagt, ihre Zusammenarbeit sei noch nie so eng gewesen wie jetzt. Xi Jinping wurde mit einem ausgerollten roten Teppich auf dem Moskauer Flughafen empfangen.
Besuch in Mariupol
Am Sonntagabend hat sich der russische Präsident in Mariupol in der Ukraine filmen lassen. Der Großteil der Hafenstadt wurde im Krieg zerstört. Im russischen Fernsehen ist davon nichts zu sehen. Stattdessen besucht Putin eines der wenigen neu gebauten Wohnhäuser. Bei der russischen Bevölkerung will er so den Eindruck erwecken, dass es den Menschen unter russischer Besetzung besser ginge.