Instagram Was ist ein Petfluencer?

Der Wolfshund Milo hat eine steile Karriere hingelegt: Sein Instagram-Profil „verwolft“ hat er erst seit eineinhalb Jahren. Trotzdem folgen ihm heute mehr als 58 000 Fans. Er ist ein Petfluencer.

Influencer und Petfluencer – das klingt cool. Und das ist es oft auch. Der Begriff Influencer kommt aus dem Englischen und lässt sich mit Beeinflusser übersetzen. Influencer heißen Menschen, die auf sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat, Tiktok oder Youtube viele Fans haben und Werbung für Unternehmen machen. Denn viele Unternehmen glauben, dass Influencer ihre Fans wirklich beeinflussen können. Petfluencer sind keine Menschen, sondern Tiere. Pet ist Englisch und heißt Haustier.

Der zweijährige Milo sieht aus wie ein Wolf. Dabei sollte er eigentlich ein Eurasier sein. Das ist eine Mischung aus den Hunderassen Spitz und Chow-Chow. Dass auch Tschechoslowakischer Wolfshund in dem Rüden steckt, stellte sich erst später heraus – weil er immer größer und größer wurde. Heute könnte sich Frauchen Nicole trotzdem keinen besseren Gefährten vorstellen. Er bekommt wegen seines Aussehens nicht nur viele Modeljobs, er begleitet Nicole auch überall hin.

Nicole Lenhardt, auch Nici genannt, ist 27 Jahre alt und  wohnt in Stuttgart. Sie war schon Influencerin, bevor sie Milo hatte. Auf ihrem Profil veröffentlichte sie Bilder von Essen und Reisen. Die ersten Follower sind auf Milo und Nicole aufmerksam geworden, weil Nicole „#wolfdog“ (auf Deutsch: Wolfshund) unter ihre Bilder geschrieben hat. Alle Bilder, die diesen Hashtag haben, werden zusammen angezeigt – egal, wer sie veröffentlicht hat. Richtig viele Follower bekam Milo, als Seiten mit vielen Fans ein Foto von ihm geteilt haben.

Nicole kann von ihrem Job als Influencerin leben – aber nur, weil sie seit fünf Jahren auch ihren eigenen Blog hat. Hier schreibt sie über Reisen und verweist auf Hotels. Oder sie stellt Produkte vor. Für beides bekommt sie Geld. 5000 Euro verdient sie im Monat durchschnittlich. Weniger dürfe es auch nicht sein. Weil sie auch viel Geld bezahlen muss, etwa für Steuern, Miete und Krankenversicherung. Wenn Milo Werbung für Tierprodukte macht, dann wollten viele Unternehmen kein Geld zahlen. Stattdessen versuchten sie, Nicole die Sachen zu schenken. Das akzeptiert sie aber nicht. Als Modell wird Milo auch oft gebucht. Nächstes Jahr posiert er für ein Futter.