Greifvögel Jäger der Lüfte

Greifvögel sind beeindruckende Tiere: Sie kreisen majestätisch am Himmel und stürzen ganz plötzlich zu Boden auf der Suche nach Nahrung. Wir zeigen dir, wie du die wichtigsten Vertreter erkennst. 

Greifvögel fressen andere Tiere. Um etwas in den Magen zu bekommen oder den Nachwuchs füttern zu können, machen sich die Vögel täglich auf die Suche nach leckeren Happen. Dabei hilft ihnen ihre spezielle Jagdausstattung, erfolgreich zu sein:

1 Gefieder:

Es gibt viele unterschiedliche Federn. Die Schwanzfedern helfen dem Vogel bei der Jagd. An den Flügeln gibt es die Hand- und die Armschwingen. Den Körper bedecken die Deckfedern, und unter diesen halten die Daunenfedern den Vogel warm.

2 Schnabel:

Greifvögel besitzen einen Hakenschnabel. Das heißt, der obere Teil ist länger als der untere und am Ende nach unten gebogen. Dazu kommt, dass die Seiten des Schnabels sehr scharf sind. Das müssen sie auch sein, denn der Schnabel ist ein wichtiges Werkzeug. Damit kann der Vogel das Fell von Beutetieren aufschlitzen und das Futter in mundgerechte Stücke zerkleinern. Falken töten sogar mit ihrem Schnabel.

3 Greifbeine:

Namensgebend für die Greifvögel sind ihre kurzen kräftigen Beine, an deren Ende die Füße mit den dolchartigen Krallen sind. Mit diesen Waffen schlagen sie aus der Luft zu, greifen sich ihre Beute und töten sie damit oft auch.

4 Sonnenschutz:

Damit Greifvögel nicht so stark von der Sonne geblendet werden, wenn sie am Himmel ihre Kreise ziehen, haben sie sozusagen Augenbrauen aus Federn, die helfen, ihre Augen zu beschatten. Bei manchen sind über den Augen auch die Knochen so geformt, dass sie die Augen nach oben abschirmen. Dadurch sehen die Tiere oft ein bisschen grimmig aus.

5 Adlerauge:

Greifvögel haben unheimlich gute Augen! Die brauchen sie auch, wenn sie hoch am Himmel kreisen und unten in der Wiese ein huschendes Mäuschen entdecken möchten. Dafür haben sie eine Art eingebautes Fernglas in den Augen, mit dem sie sich auch auf kleine Details konzentrieren können.

6 Scharfer Blick:

Greifvögel haben die Fähigkeit, ultraviolettes Licht zu sehen. Das können Menschen nicht. Wozu das gut ist? Na, man kann zum Beispiel sehen, wo Mäuse hingepinkelt haben. Das ist dann wie eine leuchtende Spur auf der Wiese. Wo viele Mäuse wohnen, gibt es viele Spuren – hier weiß der Greifvogel dann, dass es sich lohnt, mal ein paar Runden zu drehen.

Übrigens: Verschiedene Greifvögel haben es auf die Wappen von manchen Ländern geschafft.

Deutschland: Der Adler ist das Wappentier der Bundesrepublik. Es gibt kein bestimmtes Vorbild dafür, er soll allgemein den Adler symbolisieren.

Österreich: Der Seeadler stand Pate für das österreichische Wappen. 

USA: Der Weißkopfseeadler ist das Symbol der USA. Sein majestätischer Anblick, sein langes Leben und seine große Kraft inspirierten wohl dazu, diesen Vogel zum Wappentier zu wählen.

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