Fernsehen für alle 70 Jahre ARD

Das erste TV-Programm wurde im Jahr 1950 gegründet.

Du drückst den Knopf der Fernbedienung, und schon flimmern spannende Bilder über den Fernsehbildschirm. Das war nicht immer so. 1950, als sich im Juni sechs deutsche Landessender  zusammengeschlossen haben, gab es kaum TV-Sendungen.  

70 Jahre besteht dieser Verbund nun; offiziell heißt er ARD, das ist die Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft der öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland. Die meisten sagen aber nur „Das Erste“. 1961 kam ein weiterer Fernsehsender dazu, das ZDF, den heute alle kurz „Das Zweite“ nennen. Ihre Aufgabe ist es, alle Menschen in Deutschland über möglichst alles, was bei uns und in der Welt passiert, politisch unabhängig zu informieren. Was sich in den 70 Jahren alles verändert hat, seit es die ARD gibt!

Heute kannst du die Folgen der beliebten ARD-Kinderserie die „Sendung mit der Maus“ in der Mediathek anschauen, wann immer du Lust dazu hast. Deine Eltern dagegen saßen pünktlich jeden Sonntagvormittag hibbelig im Wohnzimmer und haben sich auf die neueste Ausgabe gefreut. Und jeden Abend schickte sie das Sandmännchen kurz nach sieben ins Bett, denn danach wollten die Erwachsenen in Ruhe die neuen Nachrichten in der „Tagesschau“ sehen und sonntags den „Tatort“-Krimi. Das sind bis heute die wohl bekanntesten Sendungen der ARD.

Öffentlich-rechtlich

In Deutschland gibt es zwei verschiedene Arten von Radio- und Fernsehsendern: Die einen wie RTL oder Sat 1 werden von privaten Unternehmen geführt, die anderen, also ARD, ZDF und die neun Landessender, sind staatlich. Diese nennt man auch öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten; in Baden-Württemberg gibt es zum Beispiel den SWR (Südwestrundfunk). Zuerst haben sie nur Radiosendungen angeboten, später kam das Fernsehen dazu.

Fernsehen kostet Gebühren

Im Gegensatz zu den privaten Sendern erhalten die öffentlich-rechtlichen  von den Bürgern Geld, den sogenannten Rundfunkbeitrag. Solche Gebühren muss jeder Haushalt monatlich bezahlen. Mit dem Geld werden die  Fernsehsendungen und die Mitarbeiter bezahlt. Die privaten Sender finanzieren sich über die Werbeeinnahmen. Deshalb gibt es bei ihnen auch viel mehr Werbespots. Sogar Spielfilme werden von ihnen immer wieder unterbrochen.