Fall für Paul Warum ist der Himmel blau und nicht rot?

Pelsin (10) fragt: „Warum ist der Himmel blau und nicht rot?“

Liebe Pelsin,

eigentlich ist das Licht der Sonne nicht weiß, wie wir es hier auf der Erde sehen. Es besteht vielmehr aus allen Farben. Mischt man sie, bekommt man Weiß.

Wichtig ist außerdem, dass Licht kein gerader Strahl ist, sondern eine Welle. Jede Farbe hat eine eigene Wellenlänge. Du kannst dir das vorstellen, wie wenn du einen kleinen Stein ins Wasser wirfst. Es entstehen kleinere Wellen als etwa bei einem großen Stein. In diesem Fall wäre der kleine Stein die Farbe Blau – sie hat die kürzesten Wellen. Rot hat lange Wellen – und wäre der große Stein.

Das Licht der Sonne kommt nicht direkt bei uns auf der Erde an. Vielmehr muss es durch die Hülle, die die Erde umgibt – die Atmosphäre. Dort sind viele Teilchen, wie etwa Wassertröpfchen oder Staub. Außerdem ist der Weg des Sonnenlichts tagsüber kürzer als abends. Wenn das Sonnenlicht nun die Atmosphäre durchbricht, wird es gestreut.

In etwa so, wie wenn du mit einem Wasserschlauch auf den Boden spritzt. Da wird dann das Wasser vom Boden gestreut. Je kürzer die Welle ist, desto häufiger wird die Farbe gestreut. Weil Blau die kleinsten Wellen hat, wird Blau am häufigsten gestreut – und alle anderen Farben werden davon überdeckt. Deshalb ist der Himmel bei uns blau.