Ein Fall für Paul Wie kommt Pauls Zeitung an den Kiosk?

Paul ist aufgeregt. Ab heute kann man seine Zeitung auch am Kiosk kaufen. Aber wie kommt sie dahin?

Florian Steinmetz kümmert sich darum, dass die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten beim Kiosk ankommen. Seit heute kannst du auch die Kinderzeitung an 200 verschiedenen Kiosken in Stuttgart und an größeren Bahnhöfen kaufen. Es gibt sie etwa am Bahnhof in Bad Cannstatt, Feuerbach oder Zuffenhausen.

Meistens liefern Autos der Zeitung die Exemplare an einen Großhändler, erklärt Florian Steinmetz. Das ist ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, mit vielen Autos und Mitarbeitern Zeitungen an die Kioske und Verkäufer in der ganzen Umgebung zu liefern. Nur die Verkäufer am Bahnhof bekommen ihre Zeitungen direkt vom Verlag geliefert. Der Bahnhofskiosk muss überwiegend Bücher und Zeitungen verkaufen – und nicht etwa Geschenkartikel. Das ist per Gesetz so vorgeschrieben.

Bekommt der Kiosk die Zeitung direkt vom Verlag, muss kein Großhändler bezahlt werden, und der Bahnhofshändler bekommt mehr Geld. Die Verkäufer dürfen die Zeitungen wieder zurückschicken, wenn sie nicht verkauft werden. Und sie bekommen das Geld dann wieder zurück.

Diese Regel führt dazu, dass die Verkäufer nicht zu wenige Zeitungen bestellen, weil sie Angst haben, sie nicht zu verkaufen. Das garantiert die Pressevielfalt, die im Grundgesetz steht, Deutschlands wichtigstem Gesetz. Dies bedeutet, dass jeder Mensch so viele unterschiedliche Zeitungen wie nur möglich kaufen kann – damit er immer gut informiert ist.