Ein Fall für Paul Der Brauch mit dem Baum

Leonie (8): „Lieber Paul, kannst Du mir erklären, warum alle an Weihnachten einen Tannenbaum im Haus haben?“

Liebe Leonie,

der erste ge­schmückte Tan­nenbaum, von dem wir wissen, stand in einem Haus im Elsass im 17. Jahrhundert. Weil Nadelbäume in Mittel­europa damals selten waren, behängten erst nur Ad­lige ihre Christbäume mit Nüssen, Äpfeln und später mit Kerzen. Die Bevölkerung gab sich mit Zweigen zufrieden. Vielleicht kennst du ja Johann Wolfgang von Goethe, den Schriftsteller? Schon er erwähnte den Brauch begeistert in einem seiner Bücher. Zuerst stellten nur Protes­tanten Christbäume auf, die Katholi­ken hatten eine Weihnachtskrippe im Wohnzimmer stehen. Später über­nahmen die Katholiken aber auch die­sen Brauch. Übrigens werden Nadelbäume verwendet, weil Laubbäume in der Adventszeit ja schon alle Blätter verloren haben. Und wahrschein­lich fragst du dich, wie der Christbaum in die Wohn­zimmer der ganzen Welt kam? An Heimweh leiden­de Auswanderer und Soldaten verbreiteten die Tradi­tion des Christbaums in die weite Welt.

Ich wünsche dir und allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten!