Der erste geschmückte Tannenbaum, von dem wir wissen, stand in einem Haus im Elsass im 17. Jahrhundert. Weil Nadelbäume in Mitteleuropa damals selten waren, behängten erst nur Adlige ihre Christbäume mit Nüssen, Äpfeln und später mit Kerzen. Die Bevölkerung gab sich mit Zweigen zufrieden. Schon Johann Wolfgang von Goethe, ein berühmter Schriftsteller, erwähnte den Brauch begeistert in einem seiner Bücher. Zuerst stellten nur Protestanten Christbäume auf, die Katholiken hatten eine Weihnachtskrippe im Wohnzimmer stehen. Später übernahmen die Katholiken aber auch diesen Brauch. Übrigens werden Nadelbäume verwendet, weil Laubbäume in der Adventszeit ja schon alle Blätter verloren haben. Aber wie hat der Christbaum den Weg in die Wohnzimmer der ganzen Welt gefunden? An Heimweh leidende Auswanderer und Soldaten verbreiteten die Tradition des Christbaums in die weite Welt.