Ein Fall für Paul Aus den Tiefen des Sees

Rafael fragt: Wie kommt das Wasser in den Wasserhahn?

Lieber Rafael,

ein Teil des Wassers für Stuttgart und Umgebung kommt aus dem Bodensee. Deshalb habe ich mich mit Maria Quignon unterhalten. Sie arbeitet bei der Bodensee-Wasserversorgung. 60 Meter unter der Wasseroberfläche des Sees wird das Wasser abgepumpt und über Leitungen zum Wasserwerk gebracht. Dort wird das Wasser gereinigt. Algen werden mit Sieben vom Wasser getrennt. Die Löcher in den Sieben sind so klein, dass man sie ohne Mikroskop gar nicht sehen kann.

Erst wenn das Wasser sauber ist, macht es sich über Leitungen auf den Weg in die verschiedenen Städte in Baden-Württemberg. Dabei helfen große Pumpen. In großen Behältern wird das Wasser in der Stadt gelagert. So kann das Wasser über unterirdische Leitungen in die Häuser fließen.

Wenn du also in deinem Haus den Wasserhahn aufdrehst, hat das Wasser bereits eine lange Reise hinter sich. Zwei Tage sind vergangen, seit es aus den Tiefen des Bodensees gepumpt wurde.

Der andere Teil des Wassers für Stuttgart kommt übrigens von der Landeswasserversorgung. Deren Waser kommt direkt aus dem Boden – das nennt man Grundwasser – und aus Flüssen, zum Beispiel der Donau.