Coronavirus Deutschland steht still

Schulen, Kitas, Läden, sogar Spielplätze haben geschlossen: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sollen die Menschen so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen haben.

In Deutschland haben sich mittlerweile mehr als 10.000 (Stand 19.3.) Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen, die vor allem für alte und geschwächte Menschen gefährlich sein kann. Weil der winzige Erreger von Mensch zu Mensch weitergegeben wird, kann er am besten aufgehalten werden, wenn möglichst wenige Leute auf engem Raum zusammenkommen. Deshalb hat  die Bundesregierung entschieden: Möglichst viele Menschen sollen zuhause bleiben. Eltern arbeiten zu Hause, genannt Homeoffice – wenn dies möglich ist. Schulen und Kitas sind geschlossen. Aber: Es sind keine Corona-Ferien. Die Schüler müssen nun daheim lernen. Sie bekommen ihre Aufgaben per Mail oder über das Internet. Viele Spiel- und Sportplätze sind gesperrt. Und man soll sich nicht in größeren Gruppen  treffen. Außerdem müssen viele Geschäfte schließen, etwa Kleiderläden. Doch keine Panik: Wichtige Dinge kann man  immer kaufen, etwa Lebensmittel oder Medikamente.  Wenn manche Produkte mal vorübergehend ausverkauft sind, werden sie bald wieder geliefert, und die Regale werden wieder aufgefüllt. Also: Hamsterkäufe sind unnötig. Auch die Grenzen zu Nachbarländern sind zu, man kann also auch nicht mehr in Urlaub fahren. Auch viele Flughäfen sind geschlossen.

Besser eine flache Kurve

Nicht nur Forscher, auch andere Menschen sprechen derzeit von „flatten the curve“, auf Deutsch: „die Kurve abflachen“. Damit ist gemeint, dass man die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung bremsen kann. Wenn sich alle Menschen immer die Hände waschen und sich nicht mehr auf engem Raum treffen, kann das Virus nicht so schnell von einem Menschen auf den nächsten springen. Es ist wichtig, dass sich das Virus nicht rasend schnell ausbreitet, weil dann viele Menschen gleichzeitig krank werden würden. Das würde in den Krankenhäusern dazu führen, dass es nicht genug Betten für Schwerkranke gibt. Auch Ärzte und  Pflegepersonal könnten sich anstecken und dann Patienten nicht mehr helfen. Dass das Ausbremsen klappen kann,  hat ein Vergleich verschiedener Städte in den USA gezeigt: Ohne Maßnahmen waren etwa in Philadelphia die Kliniken überfüllt. In St. Louis dagegen wurden viele Einrichtungen sofort geschlossen. Dort haben sich viel weniger Menschen angesteckt. Weil sich das Virus weltweit ausbreitet, spricht man von einer Pandemie. Vorher galt es als Epidemie, also auf ein Gebiet begrenzt.

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