Blut Was ist eine Blutgruppe?

Blut ist nicht gleich Blut. Es gibt vier verschiedene Blutgruppen - und die vertragen sich nicht.

Blutgruppen:

Die rote Farbe des Blutes kommt durch die roten Blutkörperchen. Innerhalb eines Körpers sehen alle Blutkörperchen gleich aus, aber zwischen den Menschen gibt es Unterschiede: Bei manchen sieht man auf der Oberfläche der kugeligen Zellen kleine Bällchen (Blutgruppe A), bei anderen sehen diese aus wie Stacheln (Blutgruppe B). Andere wiederum haben Bällchen und Stacheln (Blutgruppe AB). Als vierte Variante ist das Blutkörperchen quasi nackt (Blutgruppe 0). Der österreichische Mediziner Karl Landsteiner hat dies vor mehr als hundert Jahren entdeckt und diese Unterschiede als A, B, AB und 0 (Null) bezeichnet. Das sind die Blutgruppen der Menschen.

Die Auswüchse auf den Blutzellen nennt man Antigene. Der Körper bildet vorsorglich Antikörper gegen das Antigen, das man nicht hat. Damit kann fremdes Blut erkannt werden und man kann sich dagegen wehren. Werden also etwa Blutgruppe A und B vermischt, verklumpt das Blut, weil sich der Antikörper an das Antigen klebt. Diese Blutgruppen vertragen sich also nicht. Die Blutgruppe 0 verträgt sich mit allen anderen Blutgruppen, weil es keine Antigene gibt, mit denen die Antikörper verklumpen könnten.

Verbreitung:

Nicht alle Blutgruppen kommen gleich häufig vor. Die Verteilung unterscheidet sich je nach Kontinent sehr. In Mitteleuropa, wo wir leben, gibt es vor allem die Gruppen A und 0. Die amerikanischen Ureinwohner beispielsweise hatten zu 90 Prozent die Blutgruppe 0.


Blutspende: Wenn man bei einem schlimmen Unfall viel Blut verloren hat oder auch während einer Operation, braucht man Blut von anderen Menschen. Dieses wird von Freiwilligen gespendet. Sie wollen damit helfen, dass der wichtige Lebenssaft in den Krankenhäusern nicht ausgeht. Wer 18 Jahre alt und ganz gesund ist, darf Blut spenden. Nach einem kleinen Pieks in den Arm wird ungefähr ein halber Liter in extra dafür hergestellten Beuteln gesammelt. Dies dauert etwa 15 Minuten, danach ruht sich der Blutspender zehn Minuten in einem Ruheraum aus. Anschließend gibt es etwas zu essen und zu trinken, damit der Körper wieder zu Kräften kommt. Vor und nach einer Blutspende sollte man sehr viel trinken, weil der Körper Flüssigkeit braucht, um den Blutverlust schnell ausgleichen zu können.