Blick hinter die Kulissen Der Märchengarten macht Winterpause

Im Ludwigsburger Märchengarten gibt es viele tolle Märchen zu bestaunen. Doch während der kalten Monate ist der Park geschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass dort dann nichts passiert.

Tobias Haack ist Elektromeister im Blühenden Barock Ludwigsburg. Er ist auch in der Winterzeit täglich im Märchengarten und sagt, dass dort ganz schön was los ist! Denn sobald der Märchengarten im November für vier bis fünf Monate seine Tore schließt, geht es an die Einwinterung. Was bedeutet das? Zunächst wird die komplette Technik abgestellt, so dass die Figuren und Fahrgeschäfte still und starr sind. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass einige etwas aufgehübscht oder sogar repariert werden müssen. Die Figuren selbst bleiben stehen, aber ihre Kleider kommen in die Wäsche. Rapunzels langer Zopf wird abmontiert, der muss zum Friseur, nachdem er so lange draußen hing. Die Boote werden aus dem Bach geholt, und das Wasser wird abgelassen. Dann gehen die Maler ans Werk: Die zum Teil verblichenen Gesichter der Figuren werden mit Farbe aufgefrischt. Auch die Häuser werden innen und außen neu gestrichen. Obwohl der Märchengarten schon 60 Jahre alt ist, sehen die Szenen genauso aus wie damals! Zum Schluss wird alles sorgfältig abgedeckt, um es vor der Kälte und dem Wetter zu schützen. Natürlich geht während der Saison auch einiges kaputt. Darum kümmert sich Tobias Haack. In seiner Werkstatt im Märchengarten repariert er, was kaputt ist. Manche Figuren brauchen zum Beispiel neue Motoren. Einen Monat vor Saisonbeginn gibt es dann den großen Test, ob alles funktioniert. An so einem Tag läuft Tobias Haack rund zehn bis 15 Kilometer. Zusammen mit zwei Kollegen probiert er jedes Fahrgeschäft und jede Funktion aus. Ganz schön viel Arbeit bei rund 50 Märchenszenen!